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  • AutorenbildJessica Moor

Der Neuanfang als Texterin

Oder: Ein ganz neues Leben


Es ist Mitte Dezember 2022. Das Wetter meldet eine schwere Kältewarnung für Tuttlingen, und ich bin froh, früh morgens nicht aus dem Haus zu müssen, wenn ich nicht will. Ich sitze in meinem Büro, das ich dieses Jahr eigens für mein Texterleben renoviert und komplett umgestaltet habe. Hier werkele ich seit Wochen tagein, tagaus an meiner Website, lese mich ins Social Media Marketing ein und belege Kurse, die mich als Texterin weiterqualifizieren. Ich freue mir ein Loch in den Bauch, dass ich endlich so viel Zeit habe, mich um all das zu kümmern.

Straße in Amsterdam im Winter

Zeit

– die habe ich auch, um nachzudenken. Ob man will oder nicht, zwingt das Jahresende immer ein bisschen zur Reflexion.

„Bereust du es, diesen Schritt gemacht zu haben?“,

hat mich diese Woche jemand gefragt. Eine berechtigte Frage, denn mit dem Herzen bin ich manchmal noch immer in der Firma, von der ich bis vor Kurzem fünf Jahre lang ein Teil war. Ich sage „Nein“ und meine es auch so. Später stelle ich mir die Frage selbst nochmal.


Ein Jahr zuvor

In diesem Leben, wo niemand weiß, was er will, ist es schon ein Fortschritt, aus Erfahrung sagen zu können, was man nicht will. Und diese Erkenntnisse durchzusetzen erfordert oft mehr Stärke, als sie zu ignorieren und beim Festhalten zu leiden." (gelesen auf @einguterplan) [...] Ich wünsche uns allen für 2022 genug Kraft zum Festhalten, den Mut loszulassen und so selten wie möglich vor die Wahl für eins von beidem gestellt zu werden.“

So stand’s am 31.12.2021 auf meinem Facebook-Profil. Wie viel Mut ich im Jahr 2022 zum Loslassen brauchen würde, davon hatte ich noch nicht die geringste Ahnung, als ich diese Zeilen schrieb. Und dann fingen die Dinge an, sich zu verselbstständigen. Viel nachdenken musste ich dabei nicht, weil es sich durchweg um Entscheidungen handelte, die ich voll und ganz nach meinen Antennen getroffen habe. Die haben mir schon immer ganz verlässlich gesagt, wo es für mich lang gehen soll. Der Mut, für den ich deshalb bewundert wurde, war für mich dabei zweitrangig.

Alles auf Anfang

Das ist nun ungefähr neun Monate her, und die fühlen sich an wie eine Ewigkeit. Es ist kaum noch etwas so wie zu Beginn des Jahres, und darüber bin ich ganz schön froh. Auch wenn ich nicht mehr täglich sieben Kilometer ins Büro fahre, bin ich irgendwie immer noch ein Teil meiner ehemaligen Kollegen, die bei der Entwicklung meines neuen Weges gespannt mitfiebern. Außerdem habe ich ganz viel von einer Sache hinzugewonnen, die mir im Leben mitunter am wichtigsten ist – nämlich Freiheit.

Wunderkerze

Also sitze ich in meinem Büro, morgens um 6 oder, wenn ich Lust habe, auch abends um 22 Uhr. An einem Mittwochabend, Sonntagmittag und vielleicht auch noch an Heiligabend. Jedes Mal erfahre ich dabei unglaublich viel Freude, Erfüllung und Zufriedenheit.


Bereue ich also, diesen Schritt gemacht zu haben?


Keine einzige Sekunde.

67 Ansichten
Portraitfoto blonde Frau

Hi! Schön, dich hier zu sehen!

„I’m a writer. Anything you say or do may be used in a story.“

Gut möglich also, dass sich der ein oder andere hier wiederfindet.

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